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Biologische Wertigkeit

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4. Resümee


Man sollte sich hier nicht verunsichern lassen, da es öfter geschieht, dass in der Werbung die korrekte Definition der Biologischen Wertigkeit benutzt wird, aber im gleichen Atemzug mit möglichst großen Zahlen nach amerikanischem Vorbild um sich geworfen wird. Einziger Vorteil eines solchen Superproteins, mit optimaler Zusammensetzung, nur aus essentiellen Aminosäuren, wäre das Aufpeppen eines sonst minderwertigen Proteins. Kombiniert man z.B. Weizenprotein mit Molkenprotein, das einen sehr hohen Lysingehalt hat, wird die Biologische Wertigkeit der Gesamtmischung gesteigert. Eine der bekanntesten Kombinationen ist Kartoffel und Ei.

Seit einiger Zeit sind auch Proteine auf dem Markt, die z.B. nach dem so genannten Verfahren der Mikrofiltration aus Molkenprotein gewonnen werden. In diesem Protein (Wheyprotein) liegen nur noch die ursprünglichen, in der Molke vorhandenen Proteinstrukturen vor. Es gibt deutliche Hinweise, dass diese die aufbauenden Effekte im Stoffwechsel unterstützen können, d.h. das Protein wird nicht nur als Bausubstanz verwendet, sondern besitzt seinerseits beschleunigende Eigenschaften bezüglich des Aufbaus. Solche Eigenschaften können selbstverständlich nur durch die vorher erwähnten und aufwendigen biologischen Verfahren beurteilt werden.

Feinheiten, z.B. ob die Zufuhr eines Proteins leicht zu Blähungen führt oder wie schnell es verwertet wird, werden natürlich von den bisher beschriebenen Verfahren nicht beurteilt. Beispiel: Ein durchgebratenes Steak wird leichter und schneller verdaut als ein englisch zubereitetes. Die Einstufung der Wertigkeit ist aber nach allen genannten Verfahren gleich.

Lassen Sie sich also nicht durch große Zahlen und komplizierte Formeln beeindrucken, achten Sie generell auf eine ausreichende Proteinzufuhr in Ihrer Basiskost. Für den Fall, dass Sie zusätzliche Proteinkonzentrate benötigen, wählen Sie lieber einen seriösen Hersteller, auch wenn er vielleicht für seine Produkte eine nicht so hohe Biologische Wertigkeit angibt. Achten Sie auf die Eigenschaften der jeweiligen Proteinarten und testen Sie das Produkt auf Geschmack, Löslichkeit und Verträglichkeit und entscheiden dann.





(Quelle: Ein Bericht von Rainer Zirkelbach, staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker,
mit der freundlichen Genehmigung von Sport & Fitness)











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